Artengruppe

Im Rahmen des Projektes müssen Modellorganismen betrachtet werden, die je nach Fragestellung (TP) eine Reihe von Bedingungen erfüllen sollen:

Polyommatus coridon

Silbergrüner Bläuling (Polyommatus coridon) – typisch für die Kalk-Halbtrockenrasen im Süden des Kreis Höxter

  • hohe Akzeptanz als Indikatorengruppe in landschaftsökologischen Fragestellungen – z.B. gute Erfassbarkeit
  • kurze Generationszeiten, damit eine kurzfristige Reaktion auf klimatische Änderungen nachzuweisen ist
  • mittlere Raumansprüche bzw. Mobilität, so dass eine Abwanderung in potenziell geeignete Räume denkbar ist
  • gut bekannte ökologische Ansprüche, um die Reaktion in den verschiedenen Klimaszenarien modellieren zu können
  • potenziell hohe Empfindlichkeit gegenüber den erwarteten Klimaänderungen in Deutschland (Stichwort „Atlantisierung“), d.h. Kaltzeitrelikte (boreo-montane Verbreitung), kontinentale Arten (euro-sibirische Verbreitung) oder subozeanisch-submediterrane Arten.
Brenthis ino

Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino) – ein Bewohner feuchter Hochstaudenfluren

Tagfalter erfüllen die gestellten Anforderungen sehr zielgenau. Ihre Eignung im Biomonitoring ist vielfach belegt – sie werden auch in der Mehrzahl tierökologischer Studien zum Klimawandel berücksichtigt. Sie dienen unter Berücksichtigung ihrer Futterpflanzen für das Projekt als Modellgruppe.


Klimawandel und Naturschutz
Online: http://www.klimawandel-projekte.de/forschungsprojekt/artengruppe/index.php [Datum: 17.12.2018]
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